Sonntag, 10.11.2019: 14. Spieltag / Kreisliga A2 – Erneutes Kunstrasenspektakel, Egartexpress punktet dreifach

Auf die Truppe vom TSV Linsenhofen wartete am vergangenen Sonntag niemand geringerer, als der große Aufstiegsfavorit aus Harthausen. Die Mannschaft aus Filderstadt wechselte nach dem verpatzten Aufstiegsrelegationsspiel in die Bezirksliga von der A1 in die Kreisliga A2. Zum aktuellen Zeitpunkt steht man tabellarisch jedoch weit hinter den Erwartungen auf Rang 6.

Ein Spieltag für Linsenhofen ohne personelle Ausfälle von Leistungsträgern, wäre kein gewöhnlicher.
Doch die Mannschaft zeigt seit Wochen Geschlossenheit und gibt alles um jeden Ausfall kompensieren zu können. Diese Woche erwischte es den kämpfenden Windhund Valentin Weiß, dieser aus beruflichen Gründen nicht dabei sein konnte. Mit Marcel Hahn fehlte ein Kilometer fressender Dauerbrenner in der Mannschaft, Hahn der letzte Woche noch mit überragenden Leistungen glänzte musste krankheitsbedingt passen. Doch das TSV Trainergespann Carlo Greco und Franco Pellegrino wären nicht das traumhaft harmonierende Duo, wenn sie kein Ass aus dem Ärmel schüttelten könnten. Und somit fand sich Alex Eisinger nach längerer Abstinenz wieder im Kader der ersten Mannschaft.

 

Bei frostigen 3°C am Sonntagmittag waren die Spieler aus Linsenhofen im Vergleich zu den letzten Wochen von Beginn an hellwach, und man kam in den ersten Spielminuten gleich zu offensiven Aktionen. In der 8. Spielminute dann auch schon mit zählbarer Ausbeute, einen fälligen Freistoß auf der rechten Seite schlug Stefan Oswald in den gefährlichen Bereich Richtung Strafraum. Gut 20 Meter vor dem Gästegehäuse verlängerte Stürmer Phantom Daniel Monteiro-Moreira den Ball auf den durchgelaufenen Michael Feil. Dieser verzögerte kurz im Strafraum an der Fünfmeterraumkante, und bediente dann den eingelaufenen Kapitän Alexander Andreae, dieser musste nur noch ins Leere Gästegehäuse einschieben. Diese Führung konnte leider nur fünf Zeigerumdrehungen gehalten werden, denn mit einer sehr umstrittenen Aktion im Strafraum zeigte der Unparteiische auf den ominösen Punkt. Eine scharfe Hereingabe der Gäste von der rechten Seite in den Strafraum wollte der an diesem Tag stark spielende Matthias Schwenkel klären, doch bei diesem Versuch rauschte der Harthausener Angreifer mit dem Kopf auf Kniehöhe heran. Was in den meisten Begegnungen als gefährliches Spiel und Stürmerfoul endete, wurde in dieses Mal zu einem Strafstoß. Den fälligen Schuss verwandelte der Gästeakteur, und ließ Claus Höschele keine Chance. Von diesem Gegentreffer ließen sich die Gäste aus Linsenhofen nicht beeindrucken, und spielten druckvoll nach vorne. Nach einer Serie von Eckbällen, die leider keinen zählbaren Erfolg mit sich trugen, war es jedoch ein Standard der für den erneuten Führungstreffer sorgen sollte. Nach einem hohen Ball in den Strafraum stieg das agile Stürmerküken Sebastian Buschmann zum Kopfball und wurde bei dieser Aktion vom Harthausener Keeper getroffen. Auch hier zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Stefan Oswald ohne Nerven und völlig souverän zum 2:1 Zwischenstand ins rechte untere Eck. In den nächsten Spielminuten waren beide Mannschaften um Ordnung bemüht, jedoch eher mit mittelmäßigem Erfolg. Die sonst so spielstarke Zentrale des TSV Linsenhofen musste durch frühes zustellen der Gäste meist durch lange Bälle in die Spitze überspielt werden. Dies generierte jedoch trotzdem immer wieder gefährliche Vorstöße des Egartexpresses, allerdings konnten die Abschlüsse von Patrick Siegert, Daniel Monteiro-Moreira und Alexander Andreae nicht verwertet werden. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch eine kalte Dusche für die Mannschaft in Rot. Nach einem Eckstoß der Gäste auf den zweiten Pfosten, musste der freistehende Akteur nur noch ins Gehäuse einnicken.
Somit ging es mit einem nicht ganz ungerechten, jedoch mit einem sehr schmeichelhaften Remis in die Kabinen für den Pausensprudel. Dieser angesichts der Temperaturen zum Wohle des Teams lieber mit Glühwein ersetzt hätte werden müssen.
Nach Wiederbeginn dann der erste richtige Rückschlag an diesem Nachmittag für die Greco/Pellegrino Truppe. Nach einem direkt verwandelten Eckstoß gingen die Hausherren in der 55. Minute in Führung. Davon unbekümmert schüttelten sich Linsenhöfener Akteure einmal, bauten sich auf und glaubten an die Wende der Begegnung. Dieser Glaube wurde fünf Zeigerumdrehungen auch belohnt. Einen mit der Hand abgeblockten Schuss im Strafraum nutzte der Schiedsrichter als Grundlage für den dritten Strafstoß der Partie. Diesen fälligen Elfmeter ließ sich Mittelfeldmotor Patrick Siegert nicht nehmen. Leider kann man hier nicht von einem eiskalten und souveränen Strafstoß sprechen, ganz im Gegenteil. Er setzte den fälligen Schuss an den linken Pfosten, von dort sprang der Ball an den Rücken des Gästekeepers ins Netz. Diese Slapstick Einlage brachte zwar den Führungstreffer auf die Anzeigetafel, jedoch auch kurzen Klärungsbedarf. Nach Rücksprache des Mannschaftsrates beim nachfolgenden Torjubel wurde einstimmig auf verschossener Elfmeter entschieden. Mit dem Ausgleichstreffer im Rücken bekamen alle Spieler nochmal neuen Mut und die zweite Luft. Der stark aufspielende Daniel Monteiro-Moreira hatte noch die riesen Chance auf die Führung. In der 75. Spielminute setzte er den Ball knapp über den Kasten nach klasse Zuspiel von Rückkehrer Daniele Glave. Jedoch machte Moreira es dann aber kurz vor Ende der Partie besser. Ebengenanntes Stürmerphantom bediente den durchgelaufenen Patrick Siegert überragend mit einem Außenristpass durch die Gasse. Siegert fackelte nicht lange lief allein auf den Torhüter zu und verwertete die Einladung trocken ins rechte untere Eck. Nach diesem Treffer stürmten alle Spieler noch zum gemeinsamen Jubel auf den Platz. Auch Franco Pellegrino nutzte die Gunst der Stunde beim fälligen Jubel und versuchte mit einem körperlichen Angriff auf Coach Carlo Greco die heimliche Machtübernahme. Dann kam der Moment des Shootingstars Alex Eisinger, der eben eingewechselte Joker nutze die Gunst der Stunde und sammelte seinen ersten Scorerpunkt. Nach einem ins Seitenaus geklärten Ball auf Höhe des Strafraums, schnappte er sich das Spielgerät, schaltete schnell und warf Stürmerküken Sebastian Buschmann in den Lauf. Dieser Buschmann schnappte sich die Murmel, lief auf den Harthausener Kepper zu. Behielt in gewohnter Manier die Ruhe und lupfte die Kugel aus spitzestem Winkel über den Gästeschlussmann zum 5:3 Endstand in die Maschen. Mit Daniel Monteiro-Moreira verließ einer der besten Akteure des Tages den Platz, und holte sich den verdienten Applaus ab. Edeljoker Ahmet Celebi heimste somit ohne einen Ballkontakt noch dezent die Einsatzprämie ein. Dieser Sieg war eine überragende mannschaftliche Leistung, die immer Siegeswillen an den Tag legte.

Nach der Partie gab es dann auch bei den Fans kein Halten mehr, der Weltklasse Anhang stürmte zum Gruppenjubel auf das Geläuf. Wir bedanken uns bei allen treuen Fans die bei eisiger Kälte für uns in Harthausen an der Seitenlinie da waren.


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